REMEX Processing

Eindrücke von unseren Anlagen für die Aufbereitung von Hausmüllverbrennungsasche

Die nachfolgenden Videos veranschaulichen, wie das Recycling mineralischer Abfälle aus der Hausmüllverbrennung erfolgt. In vielen Ländern handelt es sich hierbei um einen nicht zu verachtenden Materialstrom. Es ist deswegen wichtig, dass Vertreter aus Industrie, Verbänden, der öffentlichen Hand sowie die Öffentlichkeit sehen können, welche Möglichkeiten die Technologie heutzutage bietet. Interessenten und Delegationen, die eine Anlage live sehen möchten, können uns eine Nachricht mit der Anfrage für einen Anlagenbesuch schicken. 

Michael Stoll stellt die Aufbereitungsanlage Singapur vor

In Singapur betreibt REMEX eine der modernsten Recyclinganlagen für die Aufbereitung von Hausmüllerbrennungsasche und für die Rückgewinnung von Metallen.

Stoll:
„Ich freue mich, Ihnen heute Singapurs erste Anlage für die Rückgewinnung von Metallen aus Rostasche vorzustellen. Dieser Meilenstein ist ein entscheidender Schritt für Singapurs langfristiger Strategie, eine vollständige Rückgewinnung von Abfällen aus der Hausmüllverbrennung sicherzustellen. Diese Anlage ist die erste ihrer Art in Asien. Es ist das Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit der NEA in Singapur und REMEX.“

Patnaik:
„Als 2014 der Auftrag an uns erfolgte, mussten wir uns zwei Herausforderungen stellen: eine auf 1,2 Hektar beschränkte Fläche und ein enger Zeitplan. Ziel war es, eine hocheffiziente Anlage zu bauen, indem wir die vorhandenen Ressourcen maximal nutzen. Wir begannen mit dem Bau im Oktober 2014 und innerhalb von acht Monaten haben wir exakt erreicht, was wir wollen. Die Metallrückgewinnung reduziert das Volumen der Asche, die deponiert wird, um zehn Prozent, wodurch die Lebensdauer der Deponie entsprechend verlängert wird.“

Sprecher:
„Die Hausmüllverbrennungsasche oder HMVA wird täglich zur Rostaschenannahmehalle der 1,4 Hektar großen, speziell gebauten Anlage geliefert, wo sie gelagert und getrocknet wird. Dann erfolgt die Aufbereitung.

Mittels eines Stangensiebs wird an der ersten Station die frische Rostasche gesichtet und Material größer als 150 mm entfernt. Der Magnet des Baggers beseitigt alle großen Eisenmaterialien.

Zurück auf dem Förderband werden mittels eines Überbandmagneten die Eisenmetalle in Boxen mit Fraktionen aufgeteilt.

In der erweiterten Rückgewinnung isoliert ein sehr schnell laufender Rotor das leichte Material, welches über ein Förderband zu den Absetztrichtern gelangt, während die schwere Fraktion zum Spannwellensieb für die Siebung und danach zu den Wirbelstromabscheidern für die Trennung weitergeleitet wird.  

Bei den Wirbelstromabscheidern werden Nichteisen-Materialien von der Rostasche getrennt, indem sie über einen sehr schnell rotierenden Magneten, der sich unter dem Förderband befindet, geführt wird. Von insgesamt acht Wirbelstromabscheidern sind für die effiziente Rückgewinnung von kleinen Nichteisen-Metallen drei in einer Kaskade angeordnet.

An der letzten Station, der manuellen Sortierung, entfernt ein Team Edelstahl und andere verbleibende Eisen- und Nichteisen-Metalle per Hand und stellt dadurch sicher, dass der Großteil der Metalle zurückgewonnen wird.

Zum Schluss wird die aufbereitete Hausmüllverbrennungsasche zu den Absetztrichtern transportiert, welche automatisch die Lkw beladen – für den Transfer zur Tuas Marine Transfer Station.

Die gewonnenen Metalle werden für die Auslieferung an die Kunden weltweit in Container verladen. Durch die Aufbereitung von mehr als 600.000 Tonnen Rostasche aus der Hausmüllverbrennung pro Jahr und die Rückgewinnung von bis zu 90 % der Eisen- und Nichteisen-Metalle trägt REMEX dazu bei, die Deponierquote zu reduzieren. Und die von Metallen befreite Hausmüllverbrennungsasche kann in unterschiedlichen Anwendungsgebieten eingesetzt werden, so dass die Wiederverwertung ohne Deponierung möglich wird.

REMEX Minerals – Ihr Partner im Auftrag der Zukunft.“

Fünf Anlagen in weniger als drei Minuten

Abfälle von heute sind wichtige Ressourcen von morgen – vorausgesetzt, sie bekommen die richtige professionelle Behandlung. Als Spezialist für die Rückgewinnung von Rohstoffen aus mineralischen Abfällen gehört REMEX zu den international gefragten Dienstleistern in den Bereichen Mineralstoffentsorgung, Baustoffproduktion, Bergversatz, Sanierung und Deponiemanagement.

Zu den internationalen Kernaktivitäten der REMEX gehört die Aufbereitung von Hausmüllverbrennungsasche. Das Unternehmen betreibt in diesem Zusammenhang zahlreiche Anlagen unterschiedlicher Kategorien. In Deutschland, den Niederlanden und in Singapur zum Beispiel unterhält die Gruppe Produktionsstandorte mit Jahreskapazitäten von bis zu 700.000 Tonnen.

Der direkte Zugang zu Häfen, dem weit verzweigten Straßen- und Schienennetz und die Nähe zu Industrie und Müllverbrennungsanlagen sichert dabei der REMEX einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Mit den von uns entwickelten Technologien bieten wir Kunden im In- und Ausland die richtigen Konzepte für hochwertiges Mineralstoffrecycling.  

Bei der Aufbereitung gewinnen wir aus der Asche wertvolle Eisen- und Nichteisen-Metalle. Die verbleibende mineralische Fraktion verwenden wir zur Herstellung hochwertiger Ersatzbaustoffe, die zum Beispiel im Straßen- und Erdbau oder in Betonprodukten eingesetzt werden. Unsere technologische Kompetenz ist damit ein unverzichtbarer Baustein für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Waschanlage von HEROS für HMV-Asche

Detaillierte Vorstellung der Funktionsweise der Waschanlage für Hausmüllverbrennungsasche, die sich auf dem Gelände der niederländischen REMEX-Tochtergesellschaft HEROS in Sluiskil befindet. Die Müllverbrennungsschlacke bzw. Hausmüllverbrennungsasche (HMVA) wird hier in einem hydromechanischen Zwei-Stufen-Verfahren gewaschen.

In den Niederlanden verfügt REMEX über eine der größten europäischen Anlagen für die Aufbereitung von Rostasche aus der Müllverbrennung. Auf einer Fläche von rund 45 ha ist die Tochtergesellschaft HEROS für den Betrieb der Anlage verantwortlich.

Hausmüllverbrennungsasche, kurz HMVA, wird zunächst in der zentralen Aufbereitungseinheit behandelt, in der die Mineralik von Metallen und organischen Verunreinigungen getrennt wird, bevor sie in eine weiterführende Anlage gelangt, die neben anderen technischen Verfahren zahlreiche zusätzliche Wirbelstromabscheider und Siebverfahren umfasst. Die verbleibende Asche bildet das Ausgangsmaterial für die weitere hydro-mechanische Behandlung.

Das Waschen von Müllverbrennungsasche dient vor allem dazu, ihre Umwelteigenschaften zu verbessern. Die Anlage, die wir hier am HEROS-Standort sehen, wurde speziell für die Umsetzung des niederländischen Green Deal konzipiert. Sie ist in Hinblick auf den Mineralstoffbedarf des niederländischen Marktes optimiert und fokussiert sich auf die Produktion gewaschener Asche der Korngröße 0 bis 14 mm.

Im Werk Sluiskil besteht das Waschen von HMVA aus einem zweistufigen Prozess mit dem Ziel, besonders hochwertige, nachhaltige Ersatzbaustoffe herzustellen. Ein weiterer Vorteil des Prozesses ist die zusätzliche Rückgewinnung von wertvollen Schwermetallen.

Im Zentrum der hydromechanischen Technologie stehen zwei hintereinander angeordnete Waschtrommeln. In diesen wird die Müllverbrennungsasche intensiv mit Wasser gereinigt, wobei Schlamm und organisches Material aus der Sand- und Kiesfraktion freigesetzt werden. Der Schlamm wird später deponiert und das organische Material der Verbrennung zugeführt.

Nach dem Verlassen der Waschtrommel wird das grobe Material größer als 2 mm mit einem Siebverfahren vom Sand getrennt. Die Gesteinskörnungen werden über mehrere Entwässerungssiebe mit Wasser besprüht, um Schadstoffe weitestgehend zu entfernen.

Im Anschluss wird die Fraktion kleiner 0,063 mm mit Hilfe eines Zyklons vom Sand getrennt. Der verbleibende Schlamm wird zur weiteren Behandlung und Wasserrückgewinnung in das Absetzbecken weitergeleitet und später als Filterkuchen entsorgt.

Das gesiebte und gewaschene Material mit einer Größe von 2 bis 14 mm wird ebenfalls entwässert. Zusammen mit der feinen Asche wird das Material gelagert, bevor es dem zweiten hydro-mechanischen Behandlungsprozess unterzogen wird.

Nach dem Durchlaufen der zweiten Waschtrommel und Siebung wird das Material mit einer Größe von 2 bis 14 mm an eine Setzmaschine weitergeleitet. Die grobe Asche, die noch wertvolle schwere Nichteisenmetalle enthält, wird durch einen pulsierenden Wasserstrom im Wasser aufgewirbelt. Die Metalle sinken schneller ab als die Asche und sammeln sich am Boden der Setzmaschine, von wo sie über ein einstellbares Wehr ausgetragen werden. Die verbleibende mineralische Fraktion wird in die Mischtrommel weitergeleitet. Hier wird sie in einem festen Verhältnis mit der feinen Asche zusammengeführt. Das Endergebnis ist gewaschenes Granulat 0 bis 14 mm.

Das für den Betrieb der Anlage benötigte Wasser wird in allen Phasen des Prozesses gesammelt. Es durchläuft mehrere Aufbereitungsanlagen, darunter ein Absetzbecken mit Flockungsmittel zur Klärung. Nach der physikalischen und chemischen Behandlung wird das gereinigte Wasser in den Produktionsprozess zurückgeführt - so wird der Frischwasserverbrauch auf ein Minimum reduziert.

Die während des Waschvorgangs zurückgewonnenen Metalle schließen Kupfer, Zink, Blei, Edelstahl und geringe Mengen an Gold und Silber ein - wertvolle Nichteisenmetalle, die an metallverarbeitende Unternehmen verkauft werden. Die Verwendung von recycelten Metallen führt aufgrund der verringerten Emission von Treibhausgasen bei der Metallproduktion zu einem verbesserten CO2-Fußabdruck.

Was die gewaschene Gesteinskörnung betrifft, so eröffnet deren Qualität die vollständige Wiederverwendung in zukunftsorientierten Einsatzbereichen.

Eine strenge Qualitätskontrolle stellt sicher, dass alle geforderten Umwelt- und Technikstandards eingehalten werden.

Die Hauptanwendungen sind:

  • Straßenbau
  • Erdbau
  • Asphaltherstellung und
  • Betonprodukte

Im Rahmen von laufenden internationalen Forschungsprojekten wird der Einsatz in Anwendungen wie Ziegel, Keramik oder Zement entwickelt.

Metallaufbereitung in Singapur

Direkt angrenzend an die Behandlungsanlage für Müllverbrennungsschlacke betreibt REMEX eine eigene Metallaufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 200 Tonnen pro Tag zur Trocknung und Reinigung von Eisenschrott.

 

HEROS stellt sich vor

Der niederländische Unternehmensfilm des Recyclingspezialisten für mineralische Abfälle HEROS Sluiskil B.V., einer Tochtergesellschaft der REMEX GmbH.